10 Fakten über Proteine in der vegetarischen Ernährung
Allgemeines zum Eiweiß- es gibt zwanzig verschiedene Aminosäuren, die in Proteinen vorkommen
- von diesen sind acht essentielle Aminosäuren, Aminosäuren, die der Körper nicht selbst synthetisieren kann
- Proteine sind das Baumaterial des Körpers: sie werden
a). für den lebensnotwendigen Aufbau und Erhalt von Enzymen, Zellen und Hormonen benötigt, sie dienen
b) der Steuerung wichtiger Körperfunktionen wie bspw. dem Transport von Eisen im Blutplasma oder der Stabilisierung des Blutzuckerspiegels
und sie sind
c) neben dem Wasser Hauptbestandteil unseres Körpers (Knochen, Muskeln, Membrane, Hormone)
Deckung des Eiweißbedarfs mit vegetarischer Ernährung
- es ist nachgewiesenermaßen möglich den Eiweißbedarf mit pflanzlicher Ernährung zu decken
- alle essentiellen Aminosäuren kommen in pflanzlichen Lebensmitteln vor
Aufnahme und Wertigkeit pflanzlicher Proteine
- die These der biologischen Wertigkeit ist nicht unumstritten;
- nach diesem können Nahrungsproteine, die den Körperproteinen ähneln leichter als körpereigene Proteine umgesetzt, also "verwertet", werden
- tierische Proteine sind hierbei den körpereigenen Proteinen des Menschen ähnlicher
- die These geht auf eine Studie zurück, bei der je zwei Gruppen von Ratten jeweils mit Ei-Eiweiß und jeweils mit pflanzlichen Proteinen gefüttert wurden,
das Ergebnis der Studie war, dass die mit Ei-Eiweiß gefütterten Ratten deutlich schneller an Gewicht zulegten als die mit pflanzlichen Proteinen gefütterten Ratten,
die mit Ei-Eiweiß gefütterten Ratten starben jedoch auch schneller als die vegetarisch gefütterte Vergleichsgruppe
--> es muss also unterschieden werden zwischen der Begünstigung des Aufbaus von Körpermasse durch tierisches Eiweiß, bei der zweifellos die den körpereigenen Proteinen des Menschen ähnliche Zusammensetzung der tierischen Eiweiße für den schnellen Aufbau der Körpermasse verantwortlich ist
--> und der Frage, ob dieser schnelle Aufbau von Körpermasse wünschenswert ist,
gemessen an den Nebenfolgen des Fleischkonsums, wie bspw. der schnelleren Sterblichkeit oder der Gefahr des Übergewichts ist diese Frage wohl eher mit Nein zu beantworten
--> es ist folglich fraglich, ob die bloß bessere Aufnahme tierischen Eiweißes zugleich eine hohe Wertigkeit dieses Eiweißes im gesundheitlichen Sinne bedeutet
Der Fleischmythos
der Mensch ist von Natur aus kein Fleischesser:
- zum einen ist sein relativ langer Darm nicht auf die Fleischverdauung ausgerichtet
- zum anderen fehlt ihm das Enzym Uricase, dessen Fehlen auch für die Entstehung von Gicht als Folgeerkrankung eines überhöhten Fleischkonsums verantwortlich ist
- zuletzt ernähren sich unsere nächsten Verwandten, die Gorillas, ebenfalls vegetarisch
Pflanzliche Eiweißlieferanten
- Amaranth; enthält zudem reichlich Magnesium, Eisen und Calcium sowie Zink
--> mit dem leicht nussigen Geschmack eignet sich Amaranth besonders für Gemüseaufläufe, Bratlinge, Pfannengerichte oder als Salatgrundlage
- Quinoa
- echter Buchweizen
- Hirse
- Hafer
- Linsen, Erbsen
- Sprossen
- Nüsse
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